09.03.2026
Arbeitgeber-Attraktivität sichtbar machen!
Interview mit Bernd Göcke, Geschäftsführer vom Unternehmen Elektro Glöcke in Gronau-Epe, zum Thema Attraktivität als Arbeitgeber
Fachkräfte-Initiative der HWK Münster (hier stellvertretend Gisela Goos): Herr Göcke, Sie haben derzeit 3 Beschäftigte und würden gerne ein bis zwei weitere Fachkräfte einstellen? Was tun Sie, damit Interessierte Sie als attraktiver Arbeitgeber wahrnehmen?
Bernd Göcke (im Bild oben rechts): In der Vergangenheit habe ich die Attraktivität meines Betriebes für Beschäftigte kaum nach außen getragen. Ich hatte genug Fachkräfte. Das ist jetzt anders. Ich habe deshalb zunächst unsere Internetseite mit Hilfe einer professionellen Webagentur ansprechend gestaltet und eine spezielle Job-Seite mit unseren Stellenangeboten neu eingerichtet.
Fachkräfte-Initiative: Haben Sie dadurch die gesuchten Fachkräfte gefunden?
Göcke: Ja, im ersten Schritt habe ich eine neue Mitarbeiterin für den kaufmännischen Bereich gefunden. Ihre Aufgabe ist es nun unter anderem, mich bei der Suche nach den Elektro-Fachkräften über unseren Instagram-Kanal zu unterstützen.
Fachkräfte-Initiative: Was ist noch passiert?
Göcke: Kürzlich habe ich die Inhalte unserer Internet-Job-Seite mit Hilfe der Fachkräfte-Beratung der Handwerkskammer Münster optimiert.
Fachkräfte-Initiative: Was haben sie konkret verändert?
Göcke: Ich habe die dort bereits aufgeführten Benefits zusammen mit der Fachberaterin überarbeitet. Die Arbeitgebervorteile werden nun individueller beschrieben und sind authentischer. So heben wir uns mit unseren Vorteilen stärker von anderen Elektrobetrieben ab.
Fachkräfte-Initiative: Haben Sie mit Ihren Beschäftigten über die neuen Benefits gesprochen?
Göcke: Ja, ich habe mit meinen Mitarbeitenden darüber gesprochen und sie gefragt, welche der Arbeitgebermerkmale für sie am wichtigsten sind. Dadurch identifizieren sie sich jetzt stärker damit und sprechen mögliche Interessenten zukünftig überzeugender auf eine mögliche Bewerbung bei uns an.
Fachkräfte-Initiative: Gab es weitere Effekte dieser Beratung für Sie?
Göcke: Ich führe seit Jahren immer wieder zwischendurch geplante Gespräche mit meinen Beschäftigten.
Fachkräfte-Initiative: Das ist ungewöhnlich für einen Betrieb Ihrer Größe.
Göcke: Stimmt. Ich habe von der Fachberaterin einen Gesprächsleitfaden dafür bekommen und erfahren, wie man dabei am besten vorgeht. Das hat mich motiviert, es professioneller zu machen.
Fachkräfte-Initiative: Gibt es weitere Hilfsmittel, die Sie jetzt nutzen?
Göcke: Tatsächlich. Ich habe zusammen mit der Beraterin eine Stellenbeschreibung für die gesuchten Fachkräfte angelegt.
Fachkräfte-Initiative: Warum?
Göcke: Damit zukünftige Mitarbeitende wissen, was ich von ihnen als Arbeitgeber erwarte. Ganz nebenbei habe ich die Stellenbeschreibung nutzen können, um mein Stellenangebot konkreter zu beschreiben.
Fachkräfte-Initiative: Haben Sie weitere Reaktionen auf die neu ausgeschriebenen Stellenangebote bekommen?
Göcke: Ja, eine Bewerbung für die Ausbildungsstelle, mehrere Praktikumsanfragen und einige Bewerbungen für die Fachposition sind eingegangen. Die Bewerbenden sind dazu einfach auf die Internetseite gegangen und haben sich kurzerhand gemeldet. Der Ausbildungsbewerber wird demnächst unser neuer Auszubildender. Für die passende Besetzung der Gesellenposition baue ich zusätzlich darauf, dass meine neue kaufmännische Mitarbeiterin in Kürze spannende Post über unseren Social-Media-Kanal schickt. Mit den neuen Benefits hat sie auf jeden Fall jede Menge Stoff, um die Arbeitgeberattraktivität Punkt für Punkt spannend darzustellen.
Fachkräfte-Initiative: Dann wünschen wir Ihnen mit Ihrer neuen Öffentlichkeitsarbeit viel Erfolg.
Göcke: Vielen Dank.